Sonntag, 17. Juli 2011

vip vogel

es ist der westlichste ort von island, wie die klippen heissen weiss ich nicht mehr, muss ich auch nicht
wissen, es sind überall schilder mit springenden menschen, die davor warnen nicht zu springen, es lohnt sich nicht zu springen, denn das land ist grossartig und phantasitsch mystisch, auch bei sonne. es sind
luftlinie 300 km zu grönland, das ist sehr komisch vorstellbar. überall liegen menschen im gras und fotografieren diese vögel, natürlich errinnert mich das an die filmfestspiele in cannes, fotografenansammlungen langweilen mich mittlerweile oder beaengstigen mich sogar !

Mittwoch, 13. Juli 2011

reykjavik - du nutte, du !













reykjavik - du nutte - du, du nutte im lichte, zeitlichen sommers, verführerisch, immer verführbar - das
schwache, allzeitbereite ich - glühender friedhof des lebens - heidnische hochzeit der liebe, hafen derer
der aufs meer wollenden ! unruhige zentrale, mehrheit der unübertreffbaren minderheit, der verlasseen.
unscharfe bilder in schwarz weiss, lachen eingeschmolzen in die angedellte leica. der himmel ruft, die
nacht setzt aus, die nacht atmet durch um euch, um uns alle wieder einzuatmen, atmet aus und ein wie
das meer, das mit steinen beschmissen. regent s oder eduard II. fühlt die strasse, quält sich auf die verbotenen, schmiert nicht ab, keine angst vor dem abgrund, höhe, flughöhe beibehalten. ein regenbogen illusioniert das eigentliche schwarz ! die nacht setzt aus, bis wieder ewig nacht wird. ich reise durch
die gewaltigkeit einstiger und gegenwärtiger gewalt des inneren kerns - das meer tobt sich gerne aus - 
applaus. unendliche gegenwart - der himmel tanzt mit, verführt auch - himmel der dunkelheit.

malarif / londrangar / iceland july 2011

die atmung des meeres ist eine unfassbare, scheinbar gleichmässig, gleichsam husten, schnaubend, hechelnd, kotzend, reissend, leise, laut... die atmung des meeres mag die atmung unseres selbst sein.. das meer ist ein gierschlund, so wie das meer trinke auch ich !

Freitag, 8. Juli 2011

reise nach reykjavik

die hochzeit in reykjavik hatte ich im februar zugesagt, so dass ich worthalten wollend, aber natürlich auch sehr neugierig auf die "heidnische prozedur" die reise von den herrlichen ostfjorden übers hochland
richtung reykjavik ins auge fasste. mein schiff, mein schlitten, mein ufo "regent s" oder "eduard II"
liess meine sinne reisen und die augen gleiten über sanften steinigen stein. die nacht in reykjavik
war ein festtag... alle sprechen hier über die seele und über die geister, dass sie bei uns wohnen und eben
mit uns sind. nach dem 12 joint ging es auf den friedhof in der oberstadt und das ritual bier über die gräber zu giessen schien völlig normal... es war ein tanz auf mit den lebendigen toten...




 

Mittwoch, 6. Juli 2011

der tote wal in den fjorden von borgafjördur

die dauer des lebens eines wales ist mir eigentlich völlig unbekannt, ich weiss nur sie sind gross, mächtig
und geheimnisvoll und die letzten lebenden, friedlichen dinosaurier. karl der chef der fischfabrik in borgafjördur erzählte mir von jenem wale, der da seit einem monat in der buch liegt, er sei auf hoher see
gestorben und wurde dann von den natürlichen wellen des meeres an diesen ort geschwemmt. was wir
eigentlich mit einem gewissen abscheu betrachten, erreichte in mir den anblick einer gewissen schönheit, fast einer ästhetik und anmut des sterbens, vergänglichkeit oder eben auch der endlichkeit eines riesigen walkorpus. während ich fotografierte sprach ich mit dem dahinwesendem riesen und dankte ihm für sein vertrauen, dieses bild mit mir weiterreisen zu lassen.